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20. Januar / Farewell Dinner

 Heute Morgen musste ich erneut keinen Lunch für mich zubereiten, da unten auf der Theke erneut ein von meiner Gastmum gemachtes Sandwich für mich lag. Auf Schule hatte ich auch heute keine Lust und das vor Allem, weil ich unbedingt Barack Obamas Rede im Fernsehen gucken wollte. Letzen Endes konnte ich wenigstens kleine Teil der Rede hören, da wir Mr. Lloyd in Tourism so lange genervt haben bis er uns erlaubt hat, dass wir uns das ansehen dürfen. Wir sind dann die Bibliothek gegangen, um die Rede zu sehen. Blöd war allerdings, dass wir in der Schule keinen Kabelempfang haben und alles übers Internet sehen mussten, welches natürlich am laufenden Band Störungen hatte. Eine zweite Chance die Rede zu sehen habe ich dann noch mal in Spanisch bekommen, denn wegen unseres noch bevorstehenden Projektes mussten wir die Computer gehen, wo man sich praktischer Weise politische Dinge immer auf der Spiegel-Online Webseite im Videoformat ansehen kann. In der großen Pause musste ich dann mit Isa und Anne unsere Body and Mind Präsentation über „Healthy living“ vorbereiten und einigen Schülern Präsentieren. Wir hatten Nüsse und Glühwein Bonbons als Lockvogel für die Schüler dabei, was leider nicht wirklich immer geholfen hat. Allgemein fand ich dieses Projekt sinnlos, das unsere Lehrerin sich unser Projekt nicht einmal genau angeguckt hat und wir uns richtig Mühe dafür geben mussten. In „Foods“ und „Body and Mind“ wurde beide Male gebacken und auch beide Male fand ich die Rezepte nicht gerade einladend. Zum einen gab es Schokoladen Cup Cakes und zum anderen ekligen Karottenkuchen mit ekligem flüssigem Zuckerguss oben drüber. Nach der Schule bin ich zusammen mit Anne mit dem Citybus gefahren, da ich schneller zu Hause sein wollte, weil heute Abend ja das Abschiedsessen für alle Austauschschüler ist und ich mich dafür schick machen wollte. Zu Hause angekommen hatte ich keinen Schlüssel dabei und zu meinem Glück war auch noch keiner zu Hause. Es waren sogar das erste Mal, wenn ich keinen Schlüssel dabei habe, alle Fenster und Türen verriegelt, sodass ich auch nirgendwo hätte einbrechen können. Meine Lösung war dann ja ganz klar auf einen von meiner Gastfamilie zu warten, was ich dann auch machen musste. Nachdem ich dann für ca. 1 Stunde und 30 Minuten bei 4 Grad Celsius in der Kälte saß, kam tatsächlich die ganze Bande und ich musste mich total abhetzen, weil es mittlerweile schon 5 Uhr war und das Dinner um 18 Uhr beginnen sollte. Irgendwann in voller Montur beim Dinner, inklusive Kleid und schwarzen Ballerinas, konnte es endlich los gehen (Wir waren selbstverständlich 20 Minuten zu früh dort, aber Hauptsache ich musste mich abhetzen!!). Nach und nach füllte sich der Raum und wir waren schließlich nicht mehr die einzigen Menschen dort, denn wir waren wirklich die allerersten Gäste. Später, als alle da waren, fing es mit einer Rede an, von der ich mittlerweile leider schon den Inhalt vergessen habe. Um endlich den Hunger zu stillen, wollte ich zum Buffet gehen, aber hierfür gab es eine spezielle Reglung, damit nicht alle gleichzeitig zum Essen stürmen. Man musste sich mit der Beantwortung von Fragen die Erlaubnis holen, um Essen gehen zu dürfen. Wir waren hierbei einer der ersten Tische, die zum Buffet eilen durften, weil mein Gastvater bei dem Quiz geschummelt hat. Er hat gehört wie andere Tische die richtige Lösung riefen und die Antwort dann einfach übernommen und hat so getan, als ob er als erstes geschrien hätte. Beim Gang zum Buffet sind mir dann mal die einzelnen Anziehsachen der anderen Schüler aufgefallen und die ganzen Austauschschüler von der Stellys- und Claremontschule hatten zum Teil Jeans und richtig hässliche Sweater an, wobei die meisten Schüler von meiner Schule richtig nett angezogen waren (Mädchen fast alle in schwarzen Kleidern; Jungen in Anzug, Hemd und Krawatte). Ich denke, dass unsere Schüler so aufgetakelt waren, weil Mr. Tudela uns per Email Beispielfotos gesendet hat und hierauf nur Hollywoodstars bei einer Premiere oder auf dem roten Teppich drauf zu sehen waren (z.B. Pierce Brosnan in einem schönen James Bond-Anzug). Wie dem auch sei stand ich dann am Buffet und habe mir schön Salat und Tapas wie Oliven auf den Teller geschaufelt und genau in dem Moment, als der Teller voll war, habe ich erst da leckere Zeug, nämlich Wassermelone und Erdbeeren entdeckt. Wenn ich diese Leckereien zuerst gesehen hätte, hätte ich meinen Teller nie im Leben mit so komischen „Ceaser Salad“ gefüllt und hätte stattdessen eine Tonne Erdbeeren gefuttert, aber es ist wie es ist und es hätte ja doof ausgesehen den Teller wieder am Buffet zu entleeren. Mein neuer Plan war dann also die Erdbeeren und Co. als Dessert zu essen, was ich natürlich auch gemacht habe und ich habe tatsächlich schon seit meinen 5 Monaten hier keine Erdbeeren mehr gegessen sodass ich richtig glücklich über die Erdbeeren bei Dinner war. Außerdem lecker war unter anderem noch die Fruchtbowle. Nach dem Essen wurden alle Schüler einzeln aufgerufen und jeder hat eine Art Urkunde bekommen und musste alleine nach vorne laufen, um diese abzuholen. Lustig war, dass ich total vergessen wurde. Beim verlesen der Namen wurde ich nämlich ausversehen übersprungen und Alex ist schnell nach vorne gehuscht, um Bescheid zu sagen. Letzen Endes war ich dann der letzte Schüler, der aufgerufen wurde und konnte meine Urkunde mit dem Namen „Anna-Venessa“ drauf abholen (Keine Sorge; ich werde mir noch eine neue mit richtig buchstabierten Namen drucken lassen. Lustig ist aber, dass Vanessa ja das einzige ist, was an meinem Namen englisch ist!). Anschließend wurden noch Fotos geschossen und es gab noch Zeit für einige Reden von Schülern. Wir wollten ja noch Mr. Tudela unsere gebastelte Collage geben und hierfür wollten wir nach oben auf die Bühne gehen. Kaum wurde es vorgeschlagen, haben wir ja noch ein Opfer benötigt, was vor ca. 200 Leuten ein paar kure Dankenssätze an Mr. Tudela sagt und nun dürft ihr 3x raten wer dieses Opfer ist: ich. Dazu muss ich aber sagen, dass ich mich dann auch freiwillig *geopfert* habe. Wir sind dann also auf die Bühne marschiert und ich wurde in Richtung Mikrofon geschubst. Wie immer war ich im ersten Moment natürlich zu blöd dafür ins Mikro zu reden und brauchte erst mal eine Einführung von einem netten Helfer in meiner Nähe (es war so klar, dass ich erst mal Los rede und natürlich das Mikrofon nicht treffe!). Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft ein paar liebe Worte an Mr. Tudela zu richten und er hat sich auch voll über unser Meisterwerk von Collage gefreut (hoffe ich doch mal, dass er sich gefreut hat :P…nene, er sah schön fröhlich aus!). Kurz nach uns hat auch noch Terri, der Chinese, eine Rede gehalten und wie immer haben sich alle nur über ihn lustig gemacht, was einem eigentlich hätte voll leid tun sollen, aber er kann schon eine Witzfigur sein. Während er die ganze Zeit über die lieben Menschen geredet hat, die ihm hier in Kanada so viel bedeuten und ihm doch soviel geholfen haben, habe ich nur in die angenervten Gesichtsausdrücke dieser Menschen geblickt. Dieser Terri musste letzen Endes sogar halb von der Bühne gescheucht werden, da er gar nicht mehr mit seiner Rede aufhören wollte (jaja, der ist schon ein komischer Kautz). Nach den ganzen Reden war das Dinner auch im großen und ganzen zu Ende und wir haben nur noch ein paar Fotos geschossen, denn schließlich muss man es ja mal ausnutzen so aufgestylt zu sein.

22.1.09 08:50
 


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