Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   zurück zur Homepage



http://myblog.de/anna-v

Gratis bloggen bei
myblog.de





30. November / shopping und Emilys B-day

Der Sonntag fing wie immer mit Telefonaten und Chatten an und nachdem ich mir dann ein kanadisches Grilled-Cheese-Sandwich (wie schon gesagt wird hier alles mit Käse gegessen…zum Beispiel auch Blumenkohl und Bohnen mit Cheddar sind eine gängige Kombination) gezaubert hatte, bin ich zum Bus gegangen, um mich dort mit Lea zu treffen.

Sehr vorbildlich hatten wir geplant zu allererst in den „Fair trade“-Laden zu gehen, von dem wir allerdings beide nicht den genauen Standpunkt kannten. Das Einzige, was uns bekannt war, war dass sich dieser Laden angeblich in der Nähe von dem Common wealth Schwimmbad befindet. Glücklicher Weise war ich schon einmal dort und hätte rein theoretisch die ungefähre Richtung und Haltestelle gekannt. Aber wie man mich kennt funktioniert es in der Praxis immer anders und wir sind natürlich an dem Schwimmbad vorbeigefahren und mussten an einer anderen Haltestelle irgendwo weit entfernt von diesem Common Wealth aussteigen.

Ohne zu wissen wann der nächste Bus denn kommt und ob es denn dann auch der richtige sein wird, haben wir uns an die Bushaltestelle gestellt und sind sogar glücklich davon gekommen, da kurze Zeit später ein Bus kam.

Nachdem wir eine ältere Lady nach dem Weg gefragt hatten, sind wir sogar noch gesund und munter angekommen und konnten uns in dem Laden umsehen. Allgemein war das Geschäft ganz niedlich, nur nicht sonderlich groß. Ich habe sogar etwas Gutes getan und Fair Trade- Minz-Schokolade gekauft.

Später nach einer weiteren Busfahrt (und auch diesmal hatten wir Glück und haben den Bus nicht verpasst, denn ansonsten hätten wir lange auf den Nächsten warten müssen) führte uns das Schicksal noch in den Future Shop, der mit einem deutschen Media Markt vergleichbar ist, und Lea hat sich ihre geliebten Video Kameras angeschaut. Ich war von den günstigen Laptop Preisen fasziniert, denn die gibt es schon ab 400 $ und die Qualität hierbei ist auch sehr gut, wobei man mit 800 $ schon ein richtiges Hightech-Gerät bekommen kann.

Anschließend haben wir meiner Lieblingsmall (Mayfair) noch einen Besuch abgestattet und wie immer musste ich mir einen Starbuckskaffee kaufen. Das ist hier schon fast wie eine Sucht geworden, denn hier gibt es so viele Starbucks-Stores. Auch American Eagle wurde nicht von uns ausgelassen, wobei ich leider keinen grauen Winterrock entdecken konnte.

Nach der Shoppingtour bin ich dann mit Lea zusammen an ihrer Bushaltestelle ausgestiegen, denn ich bin direkt zu Stuart (Emily hatte Geburtstag) gelaufen, der sehr nah an Lea wohnt. Im Haus war es dann um einiges lauter und meine Gastfamilie war noch nicht da. Als Später gottseidank alle da waren, habe ich eine Runde Schach mit meinem Gast-Opi gespielt und er war so süß dabei. Wir konnten die Partie allerdings nicht beenden, da es zwischendurch Dinner gab und Emily alle Figuren auf dem Brett umgestellt hat.

Wie meine Gastmum uns schon vorgewarnt hat, war das Essen nicht so besonders gut. Sie meinte ja vorher, dass wir viel zu Mittag essen sollen. Bei Stuart gab es dann „Ham“ und ich kann nicht nachvollziehen, warum komischer gebackenes Schinken ohne alles schmecken soll. Ich habe mich dann eher an den milchigen Kartoffelpüree und den Käse-Blumenkohl herangemacht. Emilys Geburtstagstorte war dann gar nicht mein Fall und es war eine extrem süße Schokotorte mit  diesen komischen „Glaced Cherries“, die super süß sind und schon schlimmer als purer Zucker schmecken. Mir hat es aber ein bisschen leid getan, dass ich dieses Torten-Kuchen-Gebilde nicht gegessen habe.

Später wieder zu Hause kam dann wieder der Standard-Spruch von meiner Hostmum: „Ich bin froh wieder zu Hause zu sein, denn bei Stuart ist es immer so laut!“. Und wie Recht sie damit hat, denn Matthew und Emily können schon sehr laut sein. Aber das Alles macht einem ja nicht aus, wenn man anschließend in den Whirlpool steigen kann, was ich dann auch gemacht habe.

2.12.08 01:46


1.Dezember / Küchentime

 

Ab heute ist es dann so weit und es heißt wieder alle Tage bis Weihnachten zählen. Auch ich konnte mich freuen, als ich das erste Törchen an meinem deutschen Kinder-Überraschung Adventskalender geöffnet habe.

Diese Freude konnte ich allerdings erst später genießen, denn morgens früh klopfte es an meiner Tür. Es war Lauren und sie faselte etwas von: „Hast du verschlafen?! Wir verpassen den Bus!!!“. Das was ich schon seit 3 Monaten befürchtet habe, war geradewegs dabei einzutreten, ich war kurz davor den Schulbus zu verpassen. Als Lauren mich geweckt hatte war es 7.40 Uhr und normaler Weise gehen wir immer um 7.50 Uhr zur Haltestelle los.

Ich glaube, dass ich noch nie so schnell angezogen war wie an diesem Morgen. Ich hatte zwar überlegt einfach im Schlafanzug zur Schule zu gehen, weil das sowieso keinem aufgefallen wäre, habe es aber doch gelassen. Letzten Endes stand ich fertig zum Aufmarsch um 7.50 draußen vor der Tür und das selbstverständlich ohne gegessen zu haben oder Sonstiges.

 

In der Schule war in Tourism immer noch das komische Projekt angesagt, obwohl Alle das schon heute fertig haben sollten. Hier in Kanada wird das allerdings meist gar nicht streng angesehen, sodass ich ungefähr 80 Minuten sinnlos vor dem Computer saß. Man konnte echt überhaupt Nichts machen, da seit neustem sogar Schuelervz gesperrt ist.

In der nächsten Stunde mussten wir schon wieder an einem Projekt arbeiten, aber das natürlich nicht ohne vorher noch einmal sinnlose Zungensprecher auf Spanisch vorzulesen.

Mein Projekt in Spanisch besteht aus Dieter Bohlen im Cheerleader Kostüm mit Pon Pons in beiden Händen.

 

In der Lunch-Pause war wieder Cookie Club angesagt und dieses Mal haben wir den Teig für „Ginger Pecan Chews Cookies“ zubereitet. Der Teig an sich sah sehr widerwertig aus und freiwillig hätte ich diesen Hundehaufen-Brei nicht gegessen. Auch der Ginger, der aussieht wie heller Kandiszucker, war komplett nicht mein Fall.

 

Foodstudies bedeutete nachher eine Menge Herumgemeckere, denn Ms. Mazzochi hatte es heute ganz besonders auf unsere Gruppe abgesehen. Zuerst haben wir ihrer Meinung nach den Teig nicht richtig ausgerollt, anschließend haben wir zu viel Mehl auf die Fläche gestreut und unsere Teigrolle war eine Katastrophe. Ich verstehe zwar nicht wie ein rundes Stück Holz eine Katastrophe sein kann, aber an diesem Tag konnten wir es dieser Frau einfach nicht Recht machen. Die Krönung kam, als uns so gut wie alle Kekse angebrannt sind. Hierfür gibt es sogar eine gute Ausrede: „Zum einen ist in dem Teig sehr viel Butter und Zucker drin, was die Verbrennungsgefahr der Kekse erhöht und zum anderen waren diese Kekse blau. Und woran soll ich bitteschön erkennen, ob diese BLAUEN Kekse lange genug im Ofen waren?!?!?“. Trotz der Pleite wollten wir einen weiteren Konflikt mit Ms. Mazzochi vermeiden und darum haben wir in Windeseile alle zu stark verbrannten Cookies aufgegessen und alle noch halbwegs genießbaren mit weißem Zuckerguss dekoriert, um das Schwarze zu überdecken. Die Cookies allgemein waren total eklig und außerdem isst das Auge ja auch mit und wer möchte schon komische blaue Kekse essen. Es war ja nicht einmal ein schönes blau, sondern mehr ein kotz-grün-blau.

 

Weiter frustrierend ging es dann in Body in Mind weiter und an dem heutigen Tag, dem ersten Dezember, sind wir erneut nach draußen gegangen, um Hockey zu spielen. In Deutschland würde kein Lehrer auf die Idee kommen in der Kälte draußen Sportunterricht zu führen, aber hier wirkt es wie ein Normalfall.

Da ich auch ein solcher Pechvogel bin, habe ich eine Runde den Schläger einer Mitspielerin gegen die Rippe bekommen, was nicht gerade ein Zuckerschlecken war.

 

Später Vergiftet und Humpelnd zu Hause angekommen habe ich zusammen mit meiner Gastmum Abendessen gekocht. Sie hatte keine kreative Idee darüber, was sie mit langweiligem Hühnchen anfangen sollte und nachdem ich das Wort Curry in den Mund genommen hatte waren wir beide inspiriert. Den ersten Schnitt an der Yam-Kartoffel hat sie mir dann aber nicht zugetraut, da sie schon leicht von meiner trotteligen Ader mitbekommen hatte.

Unser fertiges Gericht war dann eine Kreation aus Curry, Huhn, Mandeln, Yams, Paprika, Tomate und Reis und hat mal gar nicht kanadisch geschmeckt (sehr zu meiner Freude xD).

 

Am weiteren Abend ist noch Laurens Freund zu uns gekommen und wir haben ein bisschen  unten im Haus herumgehangen. Als irgendwann Lauren dann zu ihrer Mutter meinte, dass sie mit James nach oben gehen wollte, war die Reaktion meiner Gastmum schlicht und einfach: „NEIN!“. Lauren hat jedoch gut reagiert und erwiderte, dass ich auch mitkommen würde. Mit mir als Anstandswauwau war es dann wieder in Ordnung mit James nach oben zu gehen. Ich fand das Ganze sehr lustig, da meine Gastmum auch direkt aus dem FF „NEIN“ gesagt hat. Lange durfte der Gute dann aber auch nicht mehr bleiben, das wäre sonst zu viel für die armen Nerven meiner Hostmum geworden… xD

3.12.08 06:44


2. Dezember / Christmas Party

 

Diesmal nicht verschlafen und auch nicht abgehetzt ging es wie immer los in Richtung gelber Schulbus. Als Schulbrot konnte ich sogar Schwarzbrot mit Kruste und Mortadella einpacken, denn meine Gastmum hat extra dieses Bort für mich gekauft. Es ähnelt zwar noch nicht ganz unserem guten deutschen Brot, kommt dem aber schon etwas näher, sodass man es genießen kann.

In Tourism musste ich dann mein Referat vortragen und auch Lea musste dran glauben. Sie hat dabei für eine kleine Diskussionsrunde gesorgt, denn in Kanada kennt man natürlich unser komisches deutsches Schulsystem mit Real-, Hauptschule und Gymnasium nicht. Ich glaube für die Kanadier wirkt unser System leicht beängstigend, weil es beim erzählen zum Teil unfair klingen kann.

 

In Spanisch wurde dann ein Test geschrieben und außerdem bin ich dazu gekommen meinem Cheerleader Dieter Bohlen noch Armband, Kette und Handtasche zu geben.

Cookie Club time hat für Lea und mich dann bedeutet die Kacke ähnlichen Kekse zu backen und diesmal ist uns nichts angebrannt. Unsere Kekse sind allerdings ein wenig groß geworden und vom Geschmack hatten sie meiner Meinung nach ein zu starkes Ginger Aroma, aber es war noch genießbar. Weil Kanadier Ginger so toll finden, haben wir dann auch in Foodstudies richtige Gingerbread-Kekse gebacken. Auch dieses Mal sah der Teig alles andere als appetitlich aus. Erneut war die Farbe des Teiges komisch bräunlich und hinzu kam noch, dass der Teig richtig bröselig gewesen ist und eher wie Sand gewirkt hat. Mit dem fertigen Ergebnis konnte sich niemand anfreunden und ich habe die Kekse an Ms. March weitergegeben und sie hat unsere Leckerbissen dann an einen Obdachlosen oder Ähnlichen gespendet.

 

Später ging es wie jeden Dienstag in den Body Barn und heute hatte ich das Vergnügen (von wegen Vergnügen) mit dem Trainer arbeiten zu dürfen. Zum Teil finde ich, dass diese Übungen gegen jede Fitness Philosophie gehen und außerdem auch Rückenschäden verursachen können. Aber immerhin konnte ich schummeln und so hatte ich weniger Gewichte in den Händen als alle anderen.

 

Für den späteren Abend hatte ich geplant auf die Christmas-Party der International Students zugehen, da es unteranderem angeblich einen Ipod zu gewinnen gab.

Dort angekommen hieß es nach einer Weile erst mal: „Jetzt gibt es was zu futtern!“. Und nach diesem Ausruf konnte man, wie aus einer schlechten Werbung, die stürmenden Giganten sehen. Alle Schüler sind echt wie bekloppt auf dieses Buffet losgestürmt, was ich gar nicht verstehen konnte, denn warten muss ja sowieso und außerdem gab es dort nur fettige Pizza und Trinkpäckchen zu futtern. Diese Warteschlange war dann am Ende auch noch extrem lang, dass die ganze Tanzfläche versperrt wurde.

Sobald alle gegessen hatten, konnte man die Tanzfläche jedoch erneut betreten und sehr sozial hat der Dj dann mit dem grausigen Song „Finger in Po, Mexico“ eingeleitet.

Natürlich wurde die Musik später auch irgendwann mal besser.

Als Highlight des Abends ist dann der Weihnachtsmann gekommen (ja nach Kanada kommt sogar der echte, denn Chris Cringle existiert xP). Es gab dann auch das Lose ziehen, worauf alle gewartet hatten, denn jeder wollte einen Ipod gewinnen. Letzten Endes gab es allerdings gar keinen Ipod zu gewinnen und ich habe auch nichts anderes gewonnen, obwohl ich sogar im Besitzt von Leas Ticket war (Sie ist nicht gekommen).

Leicht frustrierend war noch, dass kein Karaoke gab, denn auch hierauf hatten sämtliche Schüler sehnsüchtig gewartet.

Allgemein war die Party jedoch in Ordnung, obwohl ich natürlich auch nicht behaupten würde, dass es so toll gewesen ist.

4.12.08 01:40


3. Dezember / Suppenwettstreit

 

An diesem Morgen musste ich mich mal

wieder abhetzen, obwohl es diesmal an

Lauren lag. Sie konnte sich nämlich nicht

bei der Wahl ihrer Schuhe

entscheiden und darum mussten wir dann

zum Schulbusrennen. Ein Vorteil daran

war zumindest, dass ich mich danach so

richtig wach gefühlt habe, was aber auch

nicht sehr lange angehalten hat.

Heute gab es dann erneut einen Auftrag in

Tourism und wir mussten uns unsere zwei

Lieblingsmädchennamen heraussuchen.

Ich habe mich für Ophelia und Amalia

entschieden, da ich seit neustem Namen

mit Vokalen als Anfangsbuchstaben mag.

Der Sinn von diesem Projekt wurde uns

leider nicht mitgeteilt, aber in diesem Fach

wird allgemein besser kein Sinn hinterfragt.

Demnächst werden wir wahrscheinlich

eine Hochzeit inszenieren und hierbei

wurde vorgeschlagen Walter aus Brasilien

mit einem dunkelhäutigen Kanadier zu

verheiraten. Wirklich lehrreich oder

effektiv wird es nicht gerade werden, aber

immerhin gibt es dann auch eine

Hochzeitstorte von der Cafeteria

persönlich zubereitet zu essen.

 

In Spanisch gab es dann mal wieder ein

neues Kapitel des tollen englischen Buches

zu lesen und außerdem konnte ich meinen

Transen-Dieter einhändigen. Lea war auch

sehr kreativ und hat Amy Winehouse als

„nerd“ oder ähnliches im Anzug mit

Zylinder zusammengebastelt.

 

In der großen Pause ich dann nicht

entspannen und bin in den Kochraum

gegangen, um unsere Suppe für den

heutigen Wettbewerb in Foodstudies

vorzubereiten, denn diese Suppe hat eine

längere Kochzeit. Meine Gruppe hatte

Tomatensuppe geplant und toll war es

dann, als ich die Einzige von meiner

Gruppe war, die erschienen ist. Wie

dem auch sei habe ich mich auf die Suche

nach Tomaten gemacht und habe viele

Tomaten benötigt. Bei meiner

Tomatensuche im Kochraum war nicht

besonders erfolgreich, was auch daran lag,

dass kaum noch Tomaten übrig waren.

Gezwungener Maßen musste ich dann mit

nur wenigen Tomaten arbeiten und war

zumindest froh genügend Kartoffeln

gefunden zu haben. Später ist dann

Yannick als erster von meiner Gruppe

hinein getrudelt und er hatte eine

Lösung für das Problem, nämlich:

„Einfach improvisieren!“. Ohne unserem

eigentlichem Rezept zu folgen haben wir

dann noch Zwiebeln und Sellerie  

hinzugegeben und Yannicks persönliche

Zutat bestand dann noch aus über 20 ml

Cayenne Pfeffer und anderen Gewürzen.

Am Ende des Wettstreits war unsere

Suppe besonders herausstechend, da sie

einfach durch ihre Schärfe nicht sehr leicht

zu genießen war. Viele waren zwar

begeistert von unserer Spezialsuppe, aber

ich habe nicht erfahren, was unsere

Lehrerin von dieser Suppe hielt. Wir

haben leider auch nicht erfahren wer der

Gewinner dieses Wettstreits war.

 

Nachdem man nach Foodstudies wie

immer schön vollgefressen war, ging es

weiter zu Body in Mind. Heute stand

Karaoke auf dem Plan und eine andere

Klasse hat auch mit uns mitgemacht.

Irgendwann hieß es dann. Dass alle ihre

Socken ausziehen sollen und

ich bin fast umgefallen bei dem Anblick

dieser Füße der anderen Klasse. In dieser

anderen Klasse sind nur Jungen, die

anscheinend noch nie etwas von dem Wort

Fußpflege gehört haben. Unter diesen

Umständen habe ich mich geradezu

geweigert meine Socken auszuzuziehen,

denn ich wollte schließlich nicht diesen siff

Boden betreten. Meine Lehrerin hat mich

zwar dann dazu aufgefordert meine Socken

auszuziehen, aber meine Gesundheit ist

mir wichtiger. Abgesehen von den

Käsefüßen ist der Hallenboden auch noch

ziemlich Kalt. Als ihr meiner Lehrerin

gesagt habe, dass ich die Verhältnisse zu

unhygienisch finde, hat sie mich nur

komisch angeguckt und ist

irritiert davon stolziert. Es zwar nicht

sonderlich nett von mir, jedoch konnte ich

meine Socken anbehalten und musste mich

nicht ekeln.

 

Nach Schulschluss habe ich nicht mehr

viel unternommen, da ich außerdem auch

ganz schön fertig war vom Nichtstun,

sodass ich nach dem Abendessen

(selbstgemachte Tortilla-Wraps) auch

direkt ins Bettchen gegangen bin.

5.12.08 05:09


4. Dezember/ Schwimmen und Co.


Dieser Tag wurde mit einer Diskussion zum

Thema „Mädchennamen“ in  Tourism

begonnen. Wir haben sogar auch

herausgefunden wofür dieses ganze Projekt

gedient hatte.

Sinn hiervon war nämlich unserem Lehrer bei

der Namensuche behilflich zu sein,

denn seine Frau ist schwanger. Leas und

meine Namen wurden las erste in den Dreck

gezogen und Lea hat Minuspunkte

bekommen, weil ihre ausgewählten Namen

mit einem „L“ beginnen und das Baby meines

Lehrers schon einen mit „L“ beginnenden

Nachnamen hat und das ja komisch klingen

würde. Mein Name Ophelia war natürlich

auch nicht sonderlich gut, da Ophelia die

Hauptrolle in Shakespeares Hamlet spielt.

Die Kriterien für seine Bewertung hierbei sind

natürlich sehr gut und perfekt durchdacht.

 

Spanisch und Foodstudies waren dann zu

genießen, denn beide male waren unsere

Lehrer krank und somit mussten wir die Zeit

mit einem Vertretungslehrer vergeuden.

Für unsere Kochstunde hatte unsere Lehrerin

irgendwie schon am Tag vorher oder

ähnlich ein Rezept an die Tafel geschrieben,

was wir nachbacken sollten. Leider war

dieses Cookie-Rezept leicht falsch und

unteranderem gehörten 200 ml Margarine

und komischer Weise nur 75 ml Mehl zu den

Zutaten. Im Backofen wurde das fehlerhafte

Rezept kurze Zeit später direkt entlarvt und

die eigentlichen Cookies sind allesamt

verlaufen und waren als dünne Schicht über

das ganze Backblech verteilt. Weil der Teig

plötzlich so dünn war und außerdem auch

noch sehr reich an Zucker war (500ml

Zucker) sind leider auch noch alle Plätzchen-

Gebilde verbrannt. In der gesamten Klasse

herrschte an diesem Tag wirklich das

absolute Chaos und der arme

Vertretungslehrer sah so verzweifelt aus, da

er wahrscheinlich selbst nicht so viel vom

Kochen und Backen versteht. Gegen Ende

der Stunde konnte man dann haufenweise

verbrannten und widerlichen buttrigen Teig in

den Mülleimern wiederfinden.

 

Nächste Anlaufstelle war das Common

Wealth Schwimmbad, da wir schon wieder

mit der Body in Mind Klasse dort

hingefahren sind. Erneut waren alle von den

Umkleiden angewidert und auch ich habe

versucht den versifften Boden und die

Tatsache, dass es keine einzelnen

Umkleidekabinen gibt, versucht so gut wie

möglich zu verdrängen. Ms.Deblee hat uns

außerdem noch total gehetzt, aber weil jeder

von uns auf eine freieToilette warten musste,

um sich umzuziehen, musste die Gute eine

ganze Weile warten. Ich hatte schon vorher

mitgedacht und habe meinen Bikini schon

unten drunter gehabt. Die eine Stunde, die

wir dann in dem Bad verbracht haben, kam

mir sehr sinnlos vor.

Wir wurden in Gruppen eingeteilt und meine

Gruppe musste zuerst in verschiedenen

Varianten vom Block und 1 Meter Brett

springen. Lustig wurde es dann, als einige der

Mädchen sich nicht getraut haben mit

Köpper vom 1-Meter Brett zu springen und

diese Schwimmtrainerin schon fast eine Krise

bekommen hat. Auch die nächste Etappe

war nicht gerade beruhigend für ihre Nerven.

Sie hat uns zum Schnorcheln geschickt und

später mussten wir auch bei einem

Wettrennen mitmachen. Meine Taucherbrille

hat nicht gepasst (tja, hab halt nen Dickkopf),

was diese Trainerin auch nicht gut fand. Sie

meinte die dann die ganze Zeit zu mir, dass

ich dann ja bestimmt nicht bei diesem

Tauchwettrennen mitmachen könnte, da ich

ja nicht so lange ohne Sauerstoff

auskommen würde. Als es dann endlich der

Teil mit dem Wettrennen kam und ich

ohne Taucherbrille und Schnorchel die ganze

Bahn hin und zurück ohne Sauerstoff

ausgekommen bin und zudem noch meine

etwas langsamen Gegner zurückgelassen

habe, hat mich diese Frau angeguckt als wäre

ich ein Alien. Die hat mich im Ernst

gefragt ob ich geflogen wäre oder Telepartie

beherrsche, denn sie konnte sich einfach

nicht erklären aus welchem Grund ich schon

im Ziel war. Leicht dreist habe ich dann

erwidert, dass meine Gegner leicht langsam

sind (was sie wirklich waren, weil sie auch

noch nie geschnorchelt sind) und man durch

den Besitz eines Tauchscheines schon

gute Voraussetzungen hat.

Hiernach war unsere Schwimmstunde auch

schon beendet, was ich schade fand, denn

das bedeutete, dass ich jetzt mit dem

Umziehen zu kämpfen hatte. Man probiert

echt tausende von Tricks dabei aus, denn

keiner ist dazu geneigt den Toilettenboden zu

berühren oder seine Hose beim anziehen zu

verpesten. Beim einfachen Lesen mag das

vielleicht übertrieben klingen, aber in der

Realität war es noch ekliger als es klingt.

 

Nachdem ich es dann irgendwann doch noch

geschafft hatte mich in saubere Klamotten

Hereinzuquetschen, bin ich mit Caisha, der

Engländerin, nach Sidney gefahren. Im Bus

war ein ganz komischer Typ, der unsere

Unterhaltung belauscht hat und dann

manchmal plötzlich, wenn man es gar nicht

erwartet hatte, etwas zu unserer

Konversation beigetragen. In Sidney bin ich

dann noch ein bisschen mit ihr herum

spaziert, bevor ich dann später, noch

pünktlich für das frühe Abendessen, den Bus

nach Hause genommen habe.

6.12.08 04:14


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung