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31. Oktober/ Happy Halloween!

Heute war es dann endlich so weit und man konnte sich an Karneval in Deutschland verkleiden. Meine Verkleidung in der Schule bestand darin meine Haare zu toupieren, mein Gesicht leicht schwarz mit Eyeliner (hatte nichts anderes) zu bekritzeln und eine löchrige Strumpfhose mit Rock anzuziehen. Eine bestimmte Bezeichnung hatte diese Bekleidung nicht und so habe ich jedes Mal etwas anderes erwidert, als Leute mich gefragt haben, als was ich denn verkleidet sei. Selbstverständlich gab es auch Leute. Die wussten was sie darstellten und so konnte man von Pokemon bis hin zu Pinocchio gab es viele unterschiedliche Kostüme zu sehen. Lea war zum Beispiel als Teufelchen verkleidet und Pia als Hexe/Zauberer. Mein persönlicher Favorit war jedoch das „Adam und Eva“ Duo, denn es gehört schon viel Mut dazu sich mit fast gar nichts zu bekleiden. Der Junge war sogar barfuß. Allerdings ist eine solch luftige Bekleidung nicht ungewöhnlich in Kanada und so war man über jeden Rock, der etwas länger als ein „breiter Gürtel“ war, sehr froh. Eine Freundin von meiner Schwester musste sogar ihr Kostüm ausziehen, aber das nicht weil der Rock zu kurz war, sondern weil die Nummer „69“ auf dem T-Shirt stand. Als musste erst mal los prusten, als Lauren mir das erzählt hatte.

Passend zu Halloween haben wir in Foodstudies Kürbisse ausgehöhlt und Gesichter hinein geschnitten. Da ich schon meinen Kürbis zu Hause ausgeschnitten hatte, ein Gesicht, das die Zunge heraus streckt, war ich bestens im Training für Foodstudies. Ich habe dann, in den zweiten Kürbis meines Lebens, ein Katengesicht herein geschnitzt. Unseren kleinen Wettbewerb darum, wer den schönsten Kürbis hat, haben wir allerdings nicht gewonnen und wir sind von 5 Gruppen auf Platz 3 gekommen.

Später zu Hause habe ich bevor wir zu „Trick und Treat“ gegangen sind, noch mit Pattys Mutter telefoniert, weil Patty kurz etwas erledigen musste und meinte ich solle mal mit ihr reden. Der Witz daran ist nur, dass ich mich mit Pattys Mutter nur auf Spanisch verständigen konnte. xD Aber obwohl nicht alles bzw. nicht allzu viel verstanden hatte, konnte ich doch eine kleine Konversation mit ihr führen.

Nachdem Abendessen sind wir dann losgegangen und Lauren zu Liebe habe ich mich nochmal umgezogen und war nun als Batman verkleidet. Lauren war nämlich als Robin verkleidet und wollte nicht ohne Batman aus dem Haus gehen. Es hat eigentlich relativ viel Spaß gemacht von Tür zu Tür zu gehen und Süßigkeiten zu ergattern, obwohl die kanadischen Süßwaren nicht besonders gut schmecken. Zum Teil waren die Häuser sehr schön dekoriert und vor einem Haus stand ein Mann, der sehr gruselig verkleidet war. Ich habe diesen Mann mal wieder nicht direkt entdeckt und so war es ein leichtes für mich mit seiner Axt zu verfolgen und zu erschrecken. Meine Gastmutter musste total anfangen zu lachen, als ich vor Schock laut aufgeschrien habe. Daniel ist sogar hingefallen vor Schreck.

Patty war am besten im Süßigkeiten einsammeln und hat insgesamt 98 verschiedene Tütchen mit Schokoriegeln oder anderen Schweineren gesammelt.  Dazu muss man aber auch sagen. dass Patty ungesundes Essen mehr als Sauerstoff benötigt und sie meist diejenige ist, die es schafft 10 kg Schokolade innerhalb von einer Woche aufzuessen (zugeben würde sie das allerding nie).

Für den weiteren Abend hatten Patty und ich geplant auf eine Party zu gehen und dafür habe ich mich schon wieder umgezogen, da ich nicht als Batman erscheinen wollte. Mein neues Kostüm war erneut undefinierbar und ich trug ein schwarzes Cape, ein pinkes Krönchen und einen Rock. Patty hatte die Adresse und sie hatte mir erzählt, dass die Party in Sidney, also eigentlich ganz in der Nähe stattfinden sollte. Weil aber keiner diese Straße kannte, haben wir gemeinsam auf einer Karte nachgesehen und das Ergebnis davon war, dass diese Party in Deep Cove, was etwas weiter entfernt statt fand.

Ich habe dann mit Patty ein Taxi genommen und wusste bis dahin immer noch nicht wer überhaupt der Gastgeber dieser Party war. Letztendlich war das Haus, in dem die Party war, riesig. Es gibt bestimmt über 50 Räume in diesem Haus und auch das Außengelände ist sehr groß und auf den Ländereien stehen 9 Pferde.

Während der Party wurde mir dann auch irgendwann mal die Gastgeberin vorgestellt und lustig daran war, dass keiner der Gäste, außer einer Person, die Gastgeberin namens Alexis kannte. Bei Alexis handelt es sich um ein Grufti-Mädchen, das auf der ganzen Party kaum zu sehen war und eigentlich nur mit ihrem Freund herum hing. Ihr Freund hatte mit Abstand das gruseligste Kostüm. Wobei ich froh gewesen wäre, wenn es sich um das Kostüm gehandelt hätte. Er war komplett in schwarz gekleidet und seine langen, fettigen Haare hingen in Strähnen seitlich von seinem Gesicht herunter und allgemein wirkte er wie ein richtiger Vampir von der Straße, der sich seit Wochen nicht mehr gewaschen hatte. Dies allerdings ist das normale Outfit dieses Jungen und der eine Teil seiner Verkleidung bestand aus roten Kontaktlinsen in den Augen und ein bisschen roter Farbe im Gesicht. Trotz alledem sah er richtig gruselig aus und wenn ich ihn alleine mitten auf der Straße getroffen hätte, wäre ich hundert prozentig vor ihm weggelaufen. Allgemein kann man sagen, dass die Party, abgesehen von der schrecklichen Musik (Tokio Hotel und portugiesische Lieder) eigentlich ganz lustig war. Schön war auch das es eine Tanzfläche, einen Billardtuch und einen Whirlpool gab und somit jeder irgendetwas zu tun hatte. Auf der Rückfahrt hatten wir Probleme ein Taxi zu erreichen, da alle Leitungen am laufenden Band besetzt waren. Netter weise haben uns dann die Gastelter von Max, der auch auf dieser Party zu Gast war, nach Hause gefahren.

1.11.08 22:36


1.Novmber / Hockey professional

 

Der Start in den neuen Monat habe ich leicht verpennt gestartet, da Halloween mit „Treak&Treat“ und allem drum und dran doch relativ anstrengend ist. Ich war auch froh, dass heute ein Samstag war, denn ansonsten wäre der 1. November in Kanada kein Feiertag. Müde in die Schule zu gehen, wäre echt mein Tod gewesen, vor allen Digen auch noch, weil die Schule hier nicht sonderlich spannend ist, wegen der fehlenden Bildung. xD

Mein Frühstück habe ich dann schon fast zur Mittagszeit gegessen und ich habe mir selbst Haferbrei mit Rosinen und Pflaumen gekocht.

Ansonsten ist bin zum Abend hin nicht viel passiert außer Schlafen, Telefonieren und mit Patty und Lauren rum zu blöde. Ich habe Patty auch auf ihren Rückflug vorbereitet, da sie einen Zwischenstopp in Frankfurt macht und gerne Frankfurter Würstchen kaufen möchte. Als Vorbereitung habe ich ihr dann ein paar Sätze auf Deutsch aufgeschrieben. Nun kann sie immerhin nach Würstchen, Toiletten und ihrem Gate fragen.

Abends sind wir alle gemeinsam zu einem größeren Icehockeyspiel gefahren und Patty war total aufgeregt. Sie war noch nie bei einem etwas größeren Hockeyspiel und sie war dann auch dafür verantwortlich uns in eine Hockeystimmung zu versetzen.

Das Stadium war nicht sehr groß, aber 20.000 Leute würden bestimmt darin Platz finden. Da es eine alte Tradition von mir ist einen Bretzel bei einem Hockeyspiel zu essen, war ich sehr froh, als Bretzel verkauft wurden. Natürlich hat es bestimmt etwas blöd gewirkt, so nach dem Motto: „Typisch deutsch, kauft sich erst mal einen Bretzel!“. Zu meiner Verteidigung könnte ich sagen, dass der Bretzel komisch geschmeckt hat und nicht mit einem richtigen Bretzel vergleichbar war. Allerdings hatte ich auch nicht erwartet ein gutes Bretzel zu essen, weil man in Deutschland immer noch die besten Bretzel essen kann. In Deutschland wurden sie ja auch schließlich erfunden.

 

Das Hockeyspiel war im Prinzip genauso wie ein normales Deg Spiel, außer dass Schlägereien hier beliebter sind und sich die Spieler zum Teil gegenseitig mit den Stöcken kloppen. Zwei Spieler haben auch eine relativ lange Auszeit bekommen, weil einer der Spieler schon auf dem anderen drauf saß und gar nicht mehr aufgehört hat ihn zu schlagen. Patty und meine Gastmum haben alles sehr skeptisch betrachtet und man konnte ihnen vom Gesicht ablesen, dass sie eine solche Brutalität nicht verstehen können. Lauren und mein Gastvater dagegen waren das totale Gegenteil und haben sich über die Prügeleien immer schlapp gelacht.

Während der Pausen hat die Spannung nicht aufgehört und eine Mannschaft, deren Spieler alle unter 6 Jahre alt waren, hat sich aufs Eis gewagt um gegeneinander anzutreten. Die kleinen Spieler sind, zu Freude des Publikums, häufig hingefallen und auch ihr Tempo auf dem Eis war nicht sonderlich schnell. Wenn es einen Preis für die Süßesten Spieler, hätten wir auf jeden Fall einen Sieger gehabt.

Ansonsten ist in der Pause ein Mini-Zeppelin herum geflogen, der Tickets abgeworfen hat. Wir haben selbstverständlich keine Tickets gewonnen, aber dennoch war es lustig den Zeppelin zu betrachten.

 

Im letzten Drittel war ich nur noch damit beschäftigt einen Mann, der hinter uns saß, zu belauschen, da es offensichtlich war, dass unsere Mannschaft verlieren würde.

Dieser Mann hinter mir kam aus Quebec und aus diesem Grund ist seine Muttersprache Französisch, was man auch an seinem starken Akzent hören konnte.

Ich fand es komischer Weise unheimlich interessant diesem Akzent zu lauschen und dabei war ich nicht einmal die Einzige, denn auch meine Gastmum und Lauren haben, anstatt das Spiel zu verfolgen, dem Mann zugehört. Es war aber auch zu lustig als er die Mannschaft mit seinem süßen Akzent angefeuert hat.

Gegen Ende des Spiels hat unsere Mannschaft, wie vorausgesehen verloren und wir sind müde nach Hause gefahren.

2.11.08 18:57


2. November / Eislaufen

 

Der heutige Morgen war zu aller erst zum telefonieren und schreiben mit Familie und Freunde reserviert, bis zu dem Zeitpunkt als Lea angerufen hatte um zu fragen, ob ich mit ihr Eislaufen gehen möchte.

Und natürlich wollte ich. Also bin ich gegen 1 Uhr zum Panorama gelaufen, um dort Lea und ihren Gastvater und Gastschwester zu treffen. Sonntags ist eigentlich immer Kindereislaufen und es wurde fast nur Musik von HighSchool Musical abgespielt. Abgesehen von der Musik war es lustig den Kleinen beim Fahren und Fallen zuzusehen. Lea meinte die ganze Zeit, dass sie total schlecht fahren würde, was ich allerdings nicht finde. Sie ist kein Mal hingefallen und auch um die Kurven ist sie sicher gekommen. Also auf dem Weg zu einem richtigen Profi. xD

Ich anfangs noch ein wenig eingerostet, aber gegen Ende bin ich eigentlich für meine Verhältnisse ganz passabel gefahren. Besonders niedlich fand ich Leas kleine Gastschwester, die heute das erst Mal richtig alleine auf dem Eis gefahren ist.

 

Nach dem Eislaufen wollte ich eigentlich nach Sidney, aber da ich keine Ahnung hatte wann der Bus kommt und ob ich lange warten muss, bin ich erst Mal in Richtung nach Hause gegangen. Auf dem nach Hause habe ich mir dann festgestellt, dass ich noch nie an meinem Strand war, obwohl ich ja so nah am Meer wohne. Letzten Endes bin ich dann zum Strand gegangen und es war wunderschön, vor allem weil ich die einzige Person dort unten war und die Aussicht inklusive Ruhe ganz für mich alleine genießen konnte. Mit der Zeit habe ich mich zwar an die schöne Natur in Kanada gewöhnt, aber dennoch war ich sehr überwältigt von der Aussicht an diesem Strand, da die Berge, dem entsprechend von welcher Seite man sie betrachtet, immer anders aussehen. Ich saß etwas länger auf einem großen Baumstumpf und habe aufs Meer geblickt, bis ich später mach Muscheln gesucht habe, was nicht sehr kompliziert war, da es einige größere Muscheln an diesem Strand zu finden gab. Zwei Muschelschalen habe ich dann mit nach Hause gebracht.

 

Abends sind dann wie häufiger an Sonntagen die Eltern von meiner Gastmutter zu Besuch bekommen und sie haben uns allen eine Kleinigkeit nachträglich zu Halloween mitgebracht. Es war echt total lieb von ihnen, obwohl ich mein kleines Päckchen später Patty überlassen habe, da ich kein großer Fan der kanadischen Süßigkeiten bin. Allgemein kann man sagen, dass kanadische Schokolade nicht wirklich nach Schokolade schmeckt. Lauren hat ja meine deutsche Schokolade probiert und gesagt, dass es voll unfair ist, dass die deutsche Schokolade viel besser schmeckt.

 

Zum Abendessen gab es dann leckere Spieße mit Schrimps, Fleisch und Gemüse und ich hätte darin rein legen können. Diese selbstgefischten Schrimps schmecken einfach vorzüglich. Patty hat mal wieder kaum etwas von dem Gemüse und Schrimps gegessen und meine Gastmutter hat extra Bratkartoffeln für Patty gekocht. Zu viel Gemüse verkraftet Pattys schokoladenverseuchtes Blut nämlich nicht. :D

 

Noch etwas später an diesem Abend haben Patty, Lauren und ich noch eine kleine Pyjama-Party veranstaltet und zu Musik getanzt. Nach diesem Abend habe ich nun den Ruf „bekloppt zu sein“ erhalten, da ich als verrückter Entertainer die ganze Zeit nur zur Musik rumgehüpft bin.

3.11.08 07:37


3. November / Nichts los…

 

Heute Morgen gab es man wieder Pancakes liebevoll zubereitet von meiner Hostmum, um für einen guten Start in den Tag zu sorgen. Lauren war leider nicht so wohl auf und ist zu Hause im Bett geblieben.

 

In Tourism haben wir diesen „Travellers Film“ aus den 60ziger Jahren zu Ende geguckt und ich hasse das Ende. Die männliche Hauptperson fragt nämlich die diese eine Frau, ob sie ich heiraten möchte und die Frau steigt daraufhin in ein Flugzeug zurück nach Hause und kommt nicht wieder. Jeder hat an dieser Stelle natürlich gedacht, dass die Frau doch noch zurück kommt und diesem Mann um den Hals fällt, wie es üblicher Weise in alten Kitsch-Filmen der Fall ist, aber hier gab es kein Happy End.

 

In Spanisch haben Lea und ich dann unser Interview vorgetragen und ich glaube, dass niemand aus der Klasse auch nur ein Wort davon verstanden hat, was wir gesagt haben. Es war eigentlich ganz praktisch, da dann auch niemandem aufgefallen ist wenn wir uns verhaspelt haben.

 

Foodstudies und Body in Mind hat weitere Vorbereitungen von Präsentationen bedeutet und ich saß gelangweilt vor dem Computer um irgendeinen Schwachsinn von einem berühmten Koch zusammen zu kriegen. Mein Koch ist selbstverständlich noch der Langweiligste von allen und erinnert an Puck die Stubenfliege. Andere haben wenigstens gut aussehende Köche, wie Jamie Oliver oder diesen komischen Australier, der an Matthew Mcconaughey erinnert.

 

In der Lunchpause habe ich mir dann einen leckeren Wrap, gefüllt mit Hühnchen und Reis, in der Cafeteria gekauft. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, wünscht man sich auch eine Cafeteria in deutschen Schulen, sodass man sich nicht immer ein olles Butterbrot mitbringen muss.

 

Nach der Schule war Lauren immer noch krank und ich hatte total Mitleid mit ihr, wie sie so da lag. Sie lag wirklich den ganzen Tag im Bett und hat geschlafen ohne irgendwas zu essen oder ähnliches. Ich hoffe nicht, dass es sich um einen Virus handelt der zurzeit herumschwirrt, denn das ist was meine Gastmutter meinte.

 

Diesen Tag hatte man wirklich zu nichts los und so habe ich meine Zeit damit verbracht meine PowerPoint Präsentation fertig zu stellen und Fernseh zu gucken. Es kam sogar etwas Unterhaltsames im Fernsehen und so konnte ich „Sex and the City“ und „Stirb langsam“ sehen. Bei Stirb langsam ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass diese Terroristen im Film aus Deutschland kommen sollen und so konnte ich immer alles verstehen wenn sich die Bösen untereinander unterhalten haben. Ansonsten ist nicht viel vorgefallen abgesehen davon, dass das Abendessen heute sehr interessant war, da Lauren im Bett lag und Patty schwimmen war und ich aus diesem Grund ganz allein mit meinen Gasteltern am Tisch saß. Es war nicht seltsam, aber doch irgendwie anders. Wenn Lauren am Tisch sitzt dreht sich die Konversation nämlich meist nur über irgendwelche Teenager ab und alle fangen an zu lästern. Heute ging es mehr um Politik und allgemein intellektuellere Sachen.

Nach dem Abendessen bin ich wie eine Oma schon gegen 8 Uhr ins Bett gegangen, weil ich anscheinend vom Nichts tun so ausgelaugt war.

4.11.08 07:15


4. November/ Busdilemma

 

Diesen Morgen war Lauren immer noch krank und darum haben Patty und ich uns alleine auf den Weg zum Schulbus gemacht, wobei wir dem Bus erneut hinterher rennen mussten. In der Schule ist nicht sonderlich viel vorgefallen und in Foodstudies haben wir Pumpkin Pie gekostet, da wir ihn morgen selbst zubereiten werden, und auch diesmal konnte ich mich nicht mit ihm anfreunden. Meiner Meinung nach wirkt Pie allgemein wie Hundekuchen. Man kann Pie auch nicht mit Kuchen vergleichen, weil Pie nur aus Teigboden und Teigwand besteht, wo in der Mitte die Pie Füllung hinein gegossen wird. Die Füllung hat mich leicht an Erbrochenes erinnert, weshalb ich auch nicht sonderlich begeistert von unserem in kürze folgenden Pie Projekt bin.

 

Nach der Schule war ich mit Gaby und Patty verabredet, um mit den beiden in die Mayfair Mall zu gehen. Wir wollten uns gegen 5 Uhr in Sidney treffen, da ich bedingt durch meine Body in Mind Klasse dienstags nach der Schule immer in Sidney bin.

Allerdings hat 5 Uhr für mich 2 Stunden warten bedeutet. Da es nichts Interessantes zu tun gab habe ich mir mit Kaffee trinken und shoppen, soweit man denn in Sidney shoppen gehen kann, die Zeit vertrieben. Ich habe mir unteranderem ein niedliches Armband gekauft, was später im Bus auch schon wieder kaputt gegangen ist, und auch in Sidney gegessen.

Ganz peinlich war es, als ich meine Jacke in dem einen kleinen Laden nicht mehr öffnen konnte und schon einem Hitzschlag nahe war. Ich habe dann die Verkäuferin nach einer Schere gefragt, aber nette wie sie war, wollte sie mir gleicht helfen und haben allen Kunden uns beide komisch angestarrt, als wir gemeinsam an meiner Jacke herumhantiert haben. Leider half alles nichts und ich musste mit der Hitze zurechtkommen. Später habe ich über eine halbe Stunde gebraucht um die Jacke zu öffnen, aber wenigstens hatte ich dann etwas zutun, denn ich musste ja warten. Letzten Endes habe ich es geschafft die Jacke zu öffnen und sie leider gleichzeitig dabei zu zerstören, weshalb man seit neustem den Reisverschluss nicht mehr schließen kann. Anstatt einem Hitzschlag nahe zu kommen, habe ich von diesem Zeitpunkt an draußen mit offener Jacke gefroren.

 

Gegen 5 Uhr habe ich dann Gaby und Patty getroffen und wir sind eine halbe Stunde lang mit dem Bus in Richtung Mayfair Mall gefahren, nur um festzustellen, dass die Mall geschlossen war. Gaby war besonders frustriert darüber und hat die ganze Zeit darüber gejammert, dass er so hungrig wäre. Wegen Gabys Knurrendem Magen sind wir auch aus dem Bus ausgestiegen, als wir ein großen Schild mit „Bosten Pizza“ drauf gedruckt sahen.

Ich war zwar nicht hungrig, aber bin sozialer Weise trotzdem mitgekommen.

 

Nachdem Gaby bestellt hatte, konnte ich darüber staunen wie schnell Menschen übertrieben große Mengen an Nahrung zu sich nehmen können. Patty, die immer sehr langsam isst, saß bestimmt 4-fach so lang vor ihrem gefüllten Teller im Vergleich zu Gaby.

Gaby hat aber auch nicht gegessen, er hat das Essen eher gesagt in sich hinein geschaufelt.

Anschließend war er immer noch hungrig und als nächstes stand Schokotorte auf dem Plan. Also konnten wir erneut mit ansahen wie schnell Gaby auch dieses Stück Torte verputzt.

 

Nach dem Essen fing unser eigentliches Problem erst an. Wir mussten einen Bus nach Hause nehmen. Das Problem hierbei war, dass zwar Busse in Richtung Downtown in der Gegend halten, aber keine Busse in Richtung Sidney, was richtig gewesen wäre.

Wir hatten vorher, aber überhaut keine Ahnung ob es überhaupt Bushaltestellen dort gibt oder nicht. Die einzige Bushaltestelle, die wir kannten, war die, an der wir auf der Hinfahrt ausgestiegen waren, und über diese wussten wir allerdings nur, dass es die falsche Haltestelle war. Völlig verzweifelt und ohne Orientierungssinn sind wir jedem Bus hinterhergerannt, den wir gesehen haben und zu Teil haben wir sogar den richtigen Bus gesehen, nur mit dem Problem, dass er nicht in unserer Gegend gehalten hat.  Längeres Hin und her Rennen später, haben wir uns entschlossen einen Bus nach Downtown zu nehmen, weil wir uns zumindest dort auskennen. Zu unserem Pech durften wir einem Bus hinterherrennen, nur um dann später erleben zu dürfen, dass er uns vor der Nase wegfährt.

Um einiges später haben wir schließlich den nächsten Bus nach Downtown genommen, um die nächste Pleite zu erleben, denn auch in Downtown haben wir um genau 2 Minuten den Bus verpasst. Schon wieder mussten wir über eine halbe Stunde in der Kälte warten, wobei ich armes Wesen mit meiner kaputten Jacke gefroren habe. Als wir irgendwann Abends endlich im Bus saßen, mussten wir uns wie immer noch auf die lange Busfahrt von 45 Minuten gefasst machen.

 

Alles in allem kam mir der komplette Tag ein wenig frustrierend vor, da die Tatsache mit der kaputten Jacke, dem geschotteten Armband und der geschlossenen Mall, nicht gerade Glücksfälle waren.

 

Später zu Hause habe ich allerdings noch ein wenig unseren Sommerurlaub für nächstes Jahr mit Patty zusammen geplant, was dem Tag doch noch einen guten Abschluss verpasst hat.

5.11.08 08:35


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