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24. Januar / Achtung Emily!

Es war schon schön aufzuwachen und zu wissen, dass meine Highschool Zeit vorbei ist. Andererseits gibt es natürlich auch Seiten, die man vermissen wird, auch wenn Mrs. Llyod und Co. nicht dazu gehören. Mrs. Tudela, den International Consellor nicht mehr zu Sehen ist zum Beispiel eine der traurigen Sachen.

Zum Frühstück gab es dann einfaches Müsli und ansonsten war ich den ganzen Morgen so richtig verpennt. Ich hatte keine Lust zu nichts, aber leider hatte ich mir ja vorgenommen meine Koffer zu packen. Es mag zwar komisch klingen, dass ich das jetzt schon machen möchte, aber auf diese Weise kann ich das mit dem Übergepäck und alles Weitere planen. Dumm ist leider immer noch die Tatsache, dass meine Gastfamilie keine Waage besitzt und es auch anderweitig keine Möglichkeit gab eine auszuleihen.

Nun habe ich also ungefähr 4 Stunden dafür gebraucht um meinen Koffer zu packen, denn ich musste mich zwischendurch auch mal auf einen der Koffer drauf legen, damit die Sachen innendrin flacher werden und ich noch mehr hinein quetschen kann. Als ich dann irgendwann fertig war, bin ich richtig stolz auf mich gewesen und zugleich auch frustriert, da die Koffer viel zu schwer wirken und abgesehen davon, habe ich erst hierbei realisiert, dass ich schon viel zu bald wieder nach Deutschland fliege, worüber ich mich natürlich auch tierisch freue, aber irgendwie werde ich Kanada auch vermissen.

Weiterhin ist bis zum Abend hin so gut wie gar nicht passiert und ich habe mich ein wenig kränklich gefühlt und war zudem auch sehr müde. Ich war so müde, dass ich beinahe auf der Couch im Wohnzimmer eingeschlafen wäre.

Abends bin ich dann mit zu dem Haus von Stuart gefahren, weil Lauren dort Babysitten musste und ich die beiden Kleinen noch ein letztes Mal sehen konnte bevor ich dann in 6 Tagen wieder nach Hause fliege. Die Zwei haben sich richtig gefreut mich zu sehen und sind mir im wahrsten Sinne des Wortes zunächst in die Arme gesprungen.

Als Futter für Matthew und Emily haben wir dann Pizza und ringförmige Pommes in den Ofen geschoben, was ja ein echter Schmaus für alle unter 8 Jährigen ist. Beschäftigt haben wir die Beiden dann mit der „König der Löwen DVD“ und hierbei bin ich dann letzen Endes auf der Couch eingeschlafen. Selbstverständlich muss ich dann auch irgendwann mal wieder geweckt werden und das wurde ich dann auch. Ich wurde nicht nett geweckt oder sanft, sondern bin von Lauren Gebrüll „Emily hat Anna angepinkelt“ erwacht. Meiner Meinung nach ist dies mal eine etwas andere Weise, um aufzuwachen. Man müsste meinen, dass ich verschreckt aufspringe oder ähnliches, aber ich habe gar nicht verstanden was los ist und dachte nur, dass ich in einem seltsamen Traum gelandet bin. Die Idee von dem Traum wurde dann leider von etwas Nassem zerstört in das mit der Hand hinein gepackt habe (von dem obigen Kommentar kann man sich ja denken was dies wohl gewesen ist! Tipp: es ist gelb und warm..). Angewidert bin ich ins Badezimmer gestürmt und Emily ist mit dem lahmsten Ausrede überhaupt gekommen „Mein Gehirn hat mir nicht vermittelt, dass meine Blase kurz vorm platzen war!“. Wie schon gesagt; tolle Erklärung. Wie dem auch hat sich dieser Abend dann noch Ereignisreich entwickelt und wir mussten die Couch reinigen (naja, Lauren hat sie dann gesäubert.).

26.1.09 08:32


23. Januar / Bye Bye Highschool

Nun war es also endlich so weit und der letzte kanadische Schultag war gekommen. Es war richtig komisch alles das letzte Mal zu machen. Das letzte Mal in der Lunchpause Sitzen, das letzte Mal mit dem gelben Schulbus fahren und auch die Lehrer das letzte Mal sehen.

In Tourism wurde dann natürlich nur der Film weitergesehen und auch diesen Mal haben wir es nicht geschafft diesen Film zu Ende zu schauen, sodass ich ihn immer noch nicht kenne. In Spanisch wurde dann jeder uns einzelnen für die mündliche Abfrage herausgeholt. Ich persönlich fand es als man vor der Lehrerin saß ganz gelassen und auch die Fragen auf Spanisch waren nicht sonderlich schwer, was aber auch daran liegt, dass meine Lehrerin kein gutes Spanisch sprechen kann.

Mein letzes Lunch habe ich dann mit einem von meiner Gastmutter zubereitetem Sandwich genossen, wobei ich dann die ganze Zeit ein komisches Gefühl im Bauch hatte, denn ist war schon seltsam zu wissen, dass man nun das letzte Mal hier sitzen wird.

Anschließend gab es in Foods noch Hot Dogs für die Leute, die nicht zu faul waren Würstchen aufzukochen, aber ich zähle nun mal zu diesen Faulen (naja, zumindest für heute!). Wir saßen echt unsere Zeit ab, denn abgesehen von Würstchen kochen gab es gar nichts zu tun. Bevor wir hinaus gehen durften, hat Mrs. Mazzocchi erst einmal alle umarmt und für mich war es ja auch wirklich das letzte Mal, dass ich sie sehe.

In Body and Mind war dann auch ein Interview angesagt und ich musste mit meinem gebastelten Scrapbook zu meiner Lehrerin gehen und irgendetwas erzählen. Ich habe dann einfach irgendeinen Unsinn erzählt und mir irgendwas zu meinem Buch ausgedacht, aber anscheinend hat es etwas gebracht, denn immerhin habe ich volle Punktzahl für das Interview bekommen (Ich glaube das ist aber auch keine Kunst, denn man erhält sogar für das pünktlich Sein Punkte!).

Nach der Schule bin ich dann mit Anne und Lea zunächst nach Sidney gefahren, weil beide noch etwas erledigen mussten (Fotos entwickeln lassen, Buch kaufen&hellip und außerdem wollten wir ja auch den schnellen Bus von Sidney aus nehmen. Ich habe mir dann noch ein letztes Mal Bubble Tea gekauft und wurde von Lea und Anne nur angewidert angestarrt, da sie beide denken, dass mein schönes Getränk mit lustigen Jelly Bubbles abartig schmeckt (Bubble Tea Banausen xD).

In Downtown habe ich mir dann endlich und wie immer auf den allerletzten Drücker eine Kanadaflagge gekauft, die ich dann in Deutschland in mein Zimmer hängen werde. Wir haben uns dann noch in ein anderes Serious Coffee gesetzt, wo wir dann mindestens 3 Stunden lang waren, weil es lustig, gemütlich und chillig war, dass man sich einfach länger darin aufhalten wollte. Später bin ich noch mit Anne beim Teenager Eislaufen gewesen und einmal sind wir beide so richtig schön zusammen hingeflogen und peinlich daran war, dass die ganzen anderen Menschen auf der Eisfläche alle besser als wir fahren konnten und größtenteils alle unter 12 waren. Die Aufpasser/Mitarbeiter haben sich schon total über uns schlappgelacht, da sie mehr auf 17-Jährige Mädchen aufpassen müssen als auf die kleinen Zwerge dort.

Nach dem Eislaufen haben wir uns noch einen Film ausgeliehen (P.S. Ich liebe dich), den wir leider nicht zu Ende gucken konnten, aber wir haben ja noch eine Woche Zeit, um den zu sehen.

Lauren hatte an diesem Abend auch noch eine Freundin zu Gast und nach Mitternacht haben sich die zwei für irgendeine Party aus dem Haus geschlichen (Jaja, meine kleine, brave Gastschwester). Ich habe  dann Schmiere gestanden, aber sie wurden nicht erwischt. J

25.1.09 19:56


22. Januar / Vorletzer Schultag

Dieser Tag brachte erneut Kälte, aber er hatte auch was Gutes, denn heute war der letzte richtige Tag Schule, denn Freitag ist ja immer nur ein sehr kurzer Schultag und diesen Tag zählt man irgendwie nie so ganz mit. Auch das Aufstehen war angenehmer, da ich von oben schon die Geräusche von Pfannen und knallenden Tellern gehört habe. Diese wurden von meiner verursacht und sie briet French Toast (Toast was vorher in eine Ei-Milch-Zimt-Mischung gepackt wird und anschließend so lange gebraten wird bis das Ei gar ist; ähnlich wie deutsche Arme Ritter!). Ich fand das Brot jetzt nicht atemberaubend, aber es war auch nicht schlecht. Nur Laurens Weise dieses French Toast zu essen, sah meiner Meinung nicht ganz so lecker aus, denn sie hat sich Haufenweise Buttersirup darüber gekippt. Meine Gastmum hatte mir lieber Weise schon wieder das Lunch zubereitet und deshalb gab es an diesem Morgen nicht viel zu tun, weshalb sich dann alle vor den Fernseher gesetzt haben. Diese komische ELLEN-Show war im Fernsehen und mich erinnert es ein bisschen an Harald Schmitt. Zu Gast waren dann 8 der Flugzeugopfer (New York). Irgendwie war das schon so richtig amerikanisch als eine hinein gelaufen sind und als Hintergrundmusik „Survivor“ gespielt wurde. Leider konnte ich nicht viel davon sehen, denn ich musste ja in die Schule und durch die eisige Kälte zum Schulbus laufen.

In der Schule haben wir dann zwar noch weniger Sinnvolles als am Tag zuvor gemacht, aber immerhin gab es einen Film in Tourism zu sehen und zwar Notting Hill, wobei ich wahrscheinlich einer der wenigen Menschen bin, die diesen Film nicht kennen. Wie dem auch sei, ist Filme gucken wahrscheinlich das Sinnvollste, was wir in diesem Fach überhaupt machen.

In Foodstudies war dann die letze richtige Koch/Back-Stunde und wir haben „Double Chocolate Chip Cookies“ gebacken. Hierbei hat meine kreative Gruppe natürlich mehr Schokolade hinzugefügt, als benötig wurde und auch die Anzahl der Walnüsse wurde vergrößert. Bei einer anderen Gruppe hat Mrs. Mazocchi etwas gesagt, als diese das Rezept nicht genau befolgt haben, aber wir haben es clever genug angestellt und sie hat nichts mitbekommen. Später hat sie sogar noch einen unserer Cookies probiert und war begeistert von unserer selbstgebackenen Kalorienbombe. Wir haben es sogar geschafft mit dem Teig ganze 4 Backbleche mit Keksen zu füllen, welche wir dann anschließend noch in Body and Mind an einige Leute verfuttert haben. Die Body in Mind Klasse war dann sehr langweilig, da ich nur 80 Minuten sinnlos rumsaß und gar nichts tun konnte, das Facebook, Youtube und Schülervz ja seit neustem alle auf dem blöden Computer gesperrt sind (jaja, Teenager haben schon ihre kleinen Problemchen&hellip.

Nach der Schule habe ich dann nicht mehr allzu viel gemacht, denn ich musste mich auf das morgige Interview in Spanisch und zudem war heute ja auch „Greys Anatomy“-Abend (nein,nein, also ich plane meinen Tagesablauf ja nicht nach dem Fernsehprogramm J). Die heutige Folge war aber auch richtig traurig und alle in Deutschland können froh sein diese noch nicht gesehen zu haben. Zum Essen gab es wieder halb rohen Brokkoli (yummy!...), von dem ich ja ganz begeistert war (von wegen!).

24.1.09 10:29


21. Januar / Cupcakes und Hot Top

Heute Morgen war ich dann so richtig fertig und fand es richtig hart zur Bushaltestelle zu laufen. Zu dem kam noch, dass es tierisch kalt draußen war und wir hatten bestimmt wieder um die 0 Grad Celsius. Bei diesem Frostwetter war meine liebe Gastschwester Lauren sehr gut gekleidet. Sie hatte nämlich eine Jeans an (meine, steht ihr sehr gut! J) und oho; nur ein kurzärmliges T-Shirt. Hierbei trug sein keine Jacke, denn diese hatte sie in der Schule „vergessen“. Eigentlich müsste man ja meinen, dass dies nicht zu toppen sei, aber da irrt man sich!!! Kaum war ich an der Bushaltestelle angelangt, sah ich auch schon unsere schlimmen Fälle. Eine Neuntklässlerin trug doch tatsächlich einen Mini-Jeansrock und das selbstverständlich ohne Strumpfhose und eine dicke Winterjacke hatte sie natürlich auch nicht dabei, denn der schalähnliche Rock wärmt einen ja schon genug. Ein anderes Mädchen wiederum, auch aus der neunten Klasse, trug ein Tang top, was doch auch ganz praktisch für Minusgrade geeignet ist.

In der Schule mussten wir uns dann zunächst fast eine ganze Schulstunde lang die Babyfotos von Mr. Lloyds frisch geborener Tochter und seiner gerader operierten Ehefrau betrachten. Dies war nicht gerade meine Vorstellung von einem guten Unterricht, aber was soll ich denn schon machen?! Mr. Llyod ist ja nicht gerade gut gestellt mit Deutschen.

Nach dieser so erfrischenden Stunde ging es weiter zu Spanisch, wo ich auch größtenteils meine Zeit nur in der Bücherei abgesessen habe. Später in Foods wurden dann Cupcakes gebacken, was ich schön fand, da ich mal unbedingt wissen wollte wie denn so ein typisch amerikanischer und ekliger CupCake zubereitet wird (Omg! Wenn die Kanadier mich jetzt hören könnten würde ich mir keine Freunde machen, denn so ein Cupcake ist ja nicht nur „amerikanisch“ xD). Ich habe ein bisschen mehr Backpulver als benötigt hinzugefügt und unsere Cupcakes sind schön aufgegangen, sodass man immerhin was zum angucken hatte, auch wenn man diese Teile nicht so gerne mag. Um so richtig in dieses Nordamerikanische Hausfrauen-Gefühl hinein zu kommen, habe ich dann sogar einen dieser komischen Kalorienbomben probiert und sie schmecken wirklich sehr schokoladig und süß. Weiterhin war backen dann auch in Body and Mind angesagt und wir haben Karottenkuchen gebacken. Angeblich ist das ja ein deutscher Kuchen, aber komischer Weise hatte ich den vorher noch nie probiert, obwohl ich immerhin schon einmal davon habe. Der fertige Kuchen sah dann nicht besonders schmackhaft aus und er hat auch nicht wirklich gut geschmeckt. Schon bei dem vermischen der Zutaten fand ich die Rosinen-Möhren-Nuss Kombination nicht gerade ansprechend und wie das Ergebnis dann zeigte, hatte ich sogar Recht damit.

Nach der Schule habe ich nicht mehr so wirklich viel gemacht und habe eigentlich nur zu Hause herum gegammelt. Kurz vor dem Abendessen saß ich dann noch mit Lauren zusammen im Whirlpool, was ich ja schon etwas länger nicht mehr gemacht habe und wirklich gebraucht hatte. Auf diese Weise konnte man das Essen dann auch schön entspannt genießen.

23.1.09 07:48


20. Januar / Farewell Dinner

 Heute Morgen musste ich erneut keinen Lunch für mich zubereiten, da unten auf der Theke erneut ein von meiner Gastmum gemachtes Sandwich für mich lag. Auf Schule hatte ich auch heute keine Lust und das vor Allem, weil ich unbedingt Barack Obamas Rede im Fernsehen gucken wollte. Letzen Endes konnte ich wenigstens kleine Teil der Rede hören, da wir Mr. Lloyd in Tourism so lange genervt haben bis er uns erlaubt hat, dass wir uns das ansehen dürfen. Wir sind dann die Bibliothek gegangen, um die Rede zu sehen. Blöd war allerdings, dass wir in der Schule keinen Kabelempfang haben und alles übers Internet sehen mussten, welches natürlich am laufenden Band Störungen hatte. Eine zweite Chance die Rede zu sehen habe ich dann noch mal in Spanisch bekommen, denn wegen unseres noch bevorstehenden Projektes mussten wir die Computer gehen, wo man sich praktischer Weise politische Dinge immer auf der Spiegel-Online Webseite im Videoformat ansehen kann. In der großen Pause musste ich dann mit Isa und Anne unsere Body and Mind Präsentation über „Healthy living“ vorbereiten und einigen Schülern Präsentieren. Wir hatten Nüsse und Glühwein Bonbons als Lockvogel für die Schüler dabei, was leider nicht wirklich immer geholfen hat. Allgemein fand ich dieses Projekt sinnlos, das unsere Lehrerin sich unser Projekt nicht einmal genau angeguckt hat und wir uns richtig Mühe dafür geben mussten. In „Foods“ und „Body and Mind“ wurde beide Male gebacken und auch beide Male fand ich die Rezepte nicht gerade einladend. Zum einen gab es Schokoladen Cup Cakes und zum anderen ekligen Karottenkuchen mit ekligem flüssigem Zuckerguss oben drüber. Nach der Schule bin ich zusammen mit Anne mit dem Citybus gefahren, da ich schneller zu Hause sein wollte, weil heute Abend ja das Abschiedsessen für alle Austauschschüler ist und ich mich dafür schick machen wollte. Zu Hause angekommen hatte ich keinen Schlüssel dabei und zu meinem Glück war auch noch keiner zu Hause. Es waren sogar das erste Mal, wenn ich keinen Schlüssel dabei habe, alle Fenster und Türen verriegelt, sodass ich auch nirgendwo hätte einbrechen können. Meine Lösung war dann ja ganz klar auf einen von meiner Gastfamilie zu warten, was ich dann auch machen musste. Nachdem ich dann für ca. 1 Stunde und 30 Minuten bei 4 Grad Celsius in der Kälte saß, kam tatsächlich die ganze Bande und ich musste mich total abhetzen, weil es mittlerweile schon 5 Uhr war und das Dinner um 18 Uhr beginnen sollte. Irgendwann in voller Montur beim Dinner, inklusive Kleid und schwarzen Ballerinas, konnte es endlich los gehen (Wir waren selbstverständlich 20 Minuten zu früh dort, aber Hauptsache ich musste mich abhetzen!!). Nach und nach füllte sich der Raum und wir waren schließlich nicht mehr die einzigen Menschen dort, denn wir waren wirklich die allerersten Gäste. Später, als alle da waren, fing es mit einer Rede an, von der ich mittlerweile leider schon den Inhalt vergessen habe. Um endlich den Hunger zu stillen, wollte ich zum Buffet gehen, aber hierfür gab es eine spezielle Reglung, damit nicht alle gleichzeitig zum Essen stürmen. Man musste sich mit der Beantwortung von Fragen die Erlaubnis holen, um Essen gehen zu dürfen. Wir waren hierbei einer der ersten Tische, die zum Buffet eilen durften, weil mein Gastvater bei dem Quiz geschummelt hat. Er hat gehört wie andere Tische die richtige Lösung riefen und die Antwort dann einfach übernommen und hat so getan, als ob er als erstes geschrien hätte. Beim Gang zum Buffet sind mir dann mal die einzelnen Anziehsachen der anderen Schüler aufgefallen und die ganzen Austauschschüler von der Stellys- und Claremontschule hatten zum Teil Jeans und richtig hässliche Sweater an, wobei die meisten Schüler von meiner Schule richtig nett angezogen waren (Mädchen fast alle in schwarzen Kleidern; Jungen in Anzug, Hemd und Krawatte). Ich denke, dass unsere Schüler so aufgetakelt waren, weil Mr. Tudela uns per Email Beispielfotos gesendet hat und hierauf nur Hollywoodstars bei einer Premiere oder auf dem roten Teppich drauf zu sehen waren (z.B. Pierce Brosnan in einem schönen James Bond-Anzug). Wie dem auch sei stand ich dann am Buffet und habe mir schön Salat und Tapas wie Oliven auf den Teller geschaufelt und genau in dem Moment, als der Teller voll war, habe ich erst da leckere Zeug, nämlich Wassermelone und Erdbeeren entdeckt. Wenn ich diese Leckereien zuerst gesehen hätte, hätte ich meinen Teller nie im Leben mit so komischen „Ceaser Salad“ gefüllt und hätte stattdessen eine Tonne Erdbeeren gefuttert, aber es ist wie es ist und es hätte ja doof ausgesehen den Teller wieder am Buffet zu entleeren. Mein neuer Plan war dann also die Erdbeeren und Co. als Dessert zu essen, was ich natürlich auch gemacht habe und ich habe tatsächlich schon seit meinen 5 Monaten hier keine Erdbeeren mehr gegessen sodass ich richtig glücklich über die Erdbeeren bei Dinner war. Außerdem lecker war unter anderem noch die Fruchtbowle. Nach dem Essen wurden alle Schüler einzeln aufgerufen und jeder hat eine Art Urkunde bekommen und musste alleine nach vorne laufen, um diese abzuholen. Lustig war, dass ich total vergessen wurde. Beim verlesen der Namen wurde ich nämlich ausversehen übersprungen und Alex ist schnell nach vorne gehuscht, um Bescheid zu sagen. Letzen Endes war ich dann der letzte Schüler, der aufgerufen wurde und konnte meine Urkunde mit dem Namen „Anna-Venessa“ drauf abholen (Keine Sorge; ich werde mir noch eine neue mit richtig buchstabierten Namen drucken lassen. Lustig ist aber, dass Vanessa ja das einzige ist, was an meinem Namen englisch ist!). Anschließend wurden noch Fotos geschossen und es gab noch Zeit für einige Reden von Schülern. Wir wollten ja noch Mr. Tudela unsere gebastelte Collage geben und hierfür wollten wir nach oben auf die Bühne gehen. Kaum wurde es vorgeschlagen, haben wir ja noch ein Opfer benötigt, was vor ca. 200 Leuten ein paar kure Dankenssätze an Mr. Tudela sagt und nun dürft ihr 3x raten wer dieses Opfer ist: ich. Dazu muss ich aber sagen, dass ich mich dann auch freiwillig *geopfert* habe. Wir sind dann also auf die Bühne marschiert und ich wurde in Richtung Mikrofon geschubst. Wie immer war ich im ersten Moment natürlich zu blöd dafür ins Mikro zu reden und brauchte erst mal eine Einführung von einem netten Helfer in meiner Nähe (es war so klar, dass ich erst mal Los rede und natürlich das Mikrofon nicht treffe!). Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft ein paar liebe Worte an Mr. Tudela zu richten und er hat sich auch voll über unser Meisterwerk von Collage gefreut (hoffe ich doch mal, dass er sich gefreut hat :P…nene, er sah schön fröhlich aus!). Kurz nach uns hat auch noch Terri, der Chinese, eine Rede gehalten und wie immer haben sich alle nur über ihn lustig gemacht, was einem eigentlich hätte voll leid tun sollen, aber er kann schon eine Witzfigur sein. Während er die ganze Zeit über die lieben Menschen geredet hat, die ihm hier in Kanada so viel bedeuten und ihm doch soviel geholfen haben, habe ich nur in die angenervten Gesichtsausdrücke dieser Menschen geblickt. Dieser Terri musste letzen Endes sogar halb von der Bühne gescheucht werden, da er gar nicht mehr mit seiner Rede aufhören wollte (jaja, der ist schon ein komischer Kautz). Nach den ganzen Reden war das Dinner auch im großen und ganzen zu Ende und wir haben nur noch ein paar Fotos geschossen, denn schließlich muss man es ja mal ausnutzen so aufgestylt zu sein.

22.1.09 08:50


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