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29. Januar / deutsches Essen und Walters Abschied

 Geplant für diesen Morgen war zunächst den Brasilianer Walter am Flughafen zu verabschieden und hierfür musste man ja auch erst mal zum Flughafen kommen. Die Busse fahren allerdings nicht so häufig dort hin und wenn ich einen Bus dorthin genommen hätte, wäre ich um ungefähr 9 Uhr morgens fort gewesen, was Blöd gewesen wäre, da der gute Walter erst um 12.45 Uhr abfliegen sollte. Nun habe ich also in Erwägung gezogen zu Laufen und hierbei wollte Lea sogar mitkommen. Gegen 10.oo Uhr habe ich mich dann mit ihr dann bei unserem kleinen McTavish / China Store um die Ecke getroffen und wir sind losgelaufen. Der Weg war echt ziemlich einfach, sodass nicht einmal ich es hätte schaffen können mich zu verlaufen. Ich war sogar echt erstaunt, als wir nach einer knappen viertel Stunde am Flughafen angelangt waren.

Endlich dort musste ich mein Frühstück nachholen und da kommt das Tim Hortons (kanadisches Starbucks J) gerade richtig. Ich habe zum wahrscheinlich letzen Mal einen Egg Muffin mit Käse und Bacon gegessen, was auch mal sein musste. Nach dem kleinen Frühstückchen war ich wieder topfit, aber dennoch fehlte etwas am Flughafen, nämlich Walter. Sein ganzer Fanclub war früher als er am Flughafen und er ist wirklich kurz vor knapp dort angetanzt und wir konnten uns am Gate von ihm verabschieden. Mir hat es richtig leid getan alle weinen zu sehen und besonders Walter war einer der Heulsusen (ich hab doch gesagt, dass er schwul ist xD nene, Spaß.

Nach der traurigen Szenerie sind Isa, Anne, Julia, Lea und ich dann wieder zu Fuß zurück in Richtung McTavish gelaufen und wir haben es geschafft 2 ganze Busse zu verpassen, sodass wir eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten mussten, der uns dann anschließend nach Sidney gebracht hat.

Eigentlich kann sich ja jetzt jeder denken, wo wir hingelaufen sind; selbstverständlich Serious Coffee und diesmal wusste auch jeder, dass es  dass letzte Mal dort sein würde. Es ist schon traurig darüber nachzudenken, dass man für die nächste Zeit nie mehr in Sidney sein wird es gibt echt nicht viel in diesem kleinen Rentner-Städtchen zu machen, aber es ist halt kein und gemütlich.

Später musste ich mich dann noch von Lea verabschieden, da ich sie nicht mehr sehen werde bevor ich dann morgen los fliege.

Abends gab es ein kleines Goodbye-Dinner für mich und so gut wie jeder hat etwas dafür gemacht. Mein Gastonkel hat den Rotkohl kleingehackt, meine Gastmum und ich haben uns um die Schnitzel gekümmert und Liz hat Spätzle gemacht. Wem das jetzt alles ziemlich bekannt vorkommt hat richtig geraten, denn es deutsches Essen zum Abschied, wo ich natürlich gar nichts gegen hatte.

Das Essen war sehr amüsant und wir waren eine Gruppe von zehn Personen, die die leckere deutsche Küche genossen haben. Meine Gastmum fand es wirklich lecker und möchte jetzt sogar das Rezept für die Spätzle haben, obwohl alle erst mal skeptisch auf diese Eiernudeln gestarrt haben. Lauren war tatsächlich fast schon wetten am abschließen darüber wer sich als erstes traut das zu essen. Robert, Liz (Freundin meiner Gastmum, die deutsche Vorfahren hat) und ich hatten hierbei natürlich den Vorteil das Gericht zu kennen. Schließlich konnten Robert und ich Lauren allerdings dazu überzeugen die Spätzle zu kosten und nach ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen schien sie es zu mögen.

An diesem Abend habe ich meiner Gastfamilie auch noch mein Abschiedsgeschenk (Fotocollage) überreicht und sie haben sich allem Anschein sehr darüber gefreut, denn Kanadier basteln auch so gut wie nie Sachen selbst.

Später am Abend, als weg waren, haben Lauren und ich uns Filme ausgeliehen und für viel Geld Süßigkeiten und Eis gekauft. Mein Gastvater hat uns dann auch die große Matratze ins Wohnzimmer gebracht, damit wir es auch schön gemütlich haben. Den ersten psycho-Film hat meine Gastmum sogar noch mit angesehen, bevor sie dann müde ins Bett verschwunden ist und Lauren ist dann beim zweiten Film K.O. gegangen. Als ich dann nur noch mit mehreren Tonnen an Süßigkeiten neben der schlafenden Lauren lag, bin ich nach dem Ende des zweiten Filmes schließlich auch ins Bett gegangen mit dem Wissen morgen nach Hause fliegen zu müssen.

30.1.09 11:25


28. Januar / Breaking Water und Essen auf Rädern

An einem meiner letzen Morgen hier in Kanada hat meine Gastmutter mir erneut einen Pancake gebraten, den ich dann später präpariert auf einem Teller vorgefunden habe, da ich ja der einzige Langschläfer im Haus bin, wobei ich schon gegen 10 Uhr unten war. Dieses mal gab es einen Bananen Pancake, den ich noch nie probiert hatte, und außerdem habe ich noch den 20 Jahre alten Ahorn Sirup über meinen Pancake gekippt, von dem mein Gastvater gesagt hat, dass ich ihn noch unbedingt probieren muss bevor ich zurück nach Deutschland fahre. Angeblich ist das nämlich ein ziemlich teurer Sirup, den es heute gar nicht mehr zu kaufen gibt und mein Gastvater hat ihn 20 Jahre lang aufgehoben (ist ja schon fast wir bei einem Winzer J). Mir war es dann egal, ob es Zauberhonig war oder dann doch der Ahorn Sirup, denn es hat auf jeden Fall gut geschmeckt und war die richtige Kalorienbombe fürs Frühstück.

Später sind wir dann, als alle wieder da waren, nach Chinatown gefahren, um in einem chinesischen Restaurant zu speisen (wer hätte das gedacht?! Chinatown und chinesisches Essen xP). Das Restaurant war ganz niedlich und als erstes ist mir natürlich die Wand mit Fotos und Autogrammen von prominenten Persönlichkeiten aufgefallen, die dieses Restaurant schon einmal besucht haben. Mit von der Partie sind unteranderem Pierce Brosnan und tadaaaa Patrick Dempsy von Greys Anatomy. Diese Tatsache hat das Restaurant dann noch ansprechender gemacht (vielleicht saß ich ja eventuell dort wo Prosiebens McDreamy gesessen hat J). Kaum saßen wir auf unseren Plätzen kamen auch schon haufenweise kleine, chinesische Frauen mit Rollwagen angestürmt auf denen Essen gestaut wird. Wir wurden regelrecht überfallen und von links und rechts hörte man nur noch Worte wie „Schweinefüße“, „Krabbenrolle“ und „Fleischbällchen“. Ich war völlig überfordert von den ganzen Angeboten und dem Gelaber, sodass ich froh war, als mein Gastvater für uns alle bestellt hat. Alles wurde dann von diesen Weibern auf den Tisch gestellt und jeder hat sich einfach genommen, was er wollte. Ich fand das Essen sehr lecker, obwohl ich nie so genau identifizieren konnte, was ich denn genau esse. Irgendwann hatte meine Gastmum Hunger auf Kalmar und wollte fragen, ob diese auch heute im Angebot wären. Als sie dann danach gefragt hatte, war die arme Kellnerin völlig damit überfordert und hat glaube ich gar kein Wort von dem verstanden, was meine Gastmum gesagt hatte. Die Kellnerin hat dann irgendetwas mit ihrem chinesischen Akzent geantwortet, was keiner von uns verstanden hat und im Nachhinein war meine Gastmum immer noch ohne ihre geliebten Kalmare (Später war sie dann allerdings bei einem anderen Kellner erfolgreich). Das Essen war allgemein war sehr lustig, da man wirklich jede zweite Sekunde von den Rollwagen-Menschen überfallen wurde und noch mehr essen angeboten bekommen hat.

Nach dem reichen Essen sind wir dann zum Breaking Water gefahren und es war sehr schön. Wir sind einen langen Steg entlang gelaufen und hierbei ist einem der Wind wahrlich ins Gesicht geblasen. Es war auch sehr kalt, aber das hat mich gar nicht sehr gestört, da es einfach nur zu schön war das Meer zu beobachten wie es immer wieder an Steine und Felsen schlug. Man musste es einfach nur genießen und irgendwo in der Ferne konnte man den leicht gezeichneten Horizont wahrnehmen. Kurze Zeit später sind wir in ein kleines Cafe mit Meerblick gegangen und haben Kakao getrunken, wobei das Meer natürlich nie aus den Augen gelassen wurde.

Weiterhin am Nachmittag haben wir noch nach Sportschuhen für Lauren gesucht und ich muss schon sagen, dass meine kleine Gastschwester ganz schön wählerisch sein kann, aber viele Schuhe sahen auch schrecklich aus. Unsere letze Station war dann Costco und in meinen letzten Tagen habe ich es doch tatsächlich geschafft dort hinzugehen. Es dann zwar nicht so besonders, da es sich hierbei einfach nur um ein großes Warenhaus handelt und es ein kleines bisschen an Ikea erinnert, aber immerhin kann ich behaupten dort gewesen zu sein in dem richtig kanadischen Costco.

Abends ist Lauren dann wieder zu Sarah gefahren und meine Gastmum, mein Gastvater und ich sind mit Stuart (Onkel), Liz, Robert und Roxie essen gegangen. Es war ganz lustig abgesehen davon, dass mein Abendessen nur aus Ginger Ale (auch etwas kanadisches, was man ja auch im schönen Deutschland von Schweppes kennt) und Pita Bread bestand, da ich immer noch super satt von dem Mittagessen war.

Wieder zu Hause bin ich dann mein allerletzes Mal in den Whirpool gegangen und habe meine letzte Gelegenheit für Entspannung genutzt bevor es dafür zu spät ist und ich im Flieger nach Hause sitze, was schon übermorgen der Fall ist. L

30.1.09 10:55


27. Januar / Glückskekse und chill out @ Sarahs

Heute Morgen bin ich dann extra früh (für meine Verhältnisse früh) aufgestanden, weil ich mit Anne in Sidney frühstücken wollte. Ich habe dann mal wieder alles unter Zeit druck geplant, da ich echt zu spät aufgewacht bin. Also habe ich mich abgehetzt, um den Bus noch zu bekommen und ich bin durch den Schnee gerannt. Ja, es hat geschneit, zwar nicht viel, aber immerhin hat der liebe Gevatter Frost uns noch eine kleine Überraschung kurz vor dem Ende meines Aufenthalts hier in Kanada mitgebracht. Nachdem ich dann so gerannt und beinahe hingefallen wäre, kam der blöde Bus natürlich zu spät und ich durfte sogar warten.

Zum Frühstücken bin ich dann so um die 10 Minuten zu spät gekommen, aber Anne hatte auch ihren Bus verpasst, sodass ich sogar noch vor ihr da war. Irgendwann war Anne dann da und ich habe mir für wahrscheinlich das letzte Mal den Magen bei Serious Coffee mit Apple Cider, Kakao und einem Oat bar vollgestopft. Nach und nach hat sich alles in diesem Cafe getroffen und letzten Endes saßen nicht nur Anne und ich da, sondern auch noch Lea, Pia und Franziska.

Wie dem auch sei, sind Lea, Anne und ich dann noch mit dem Bus nach Downtown gefahren, um noch das letzte Mal herumlaufen dort zu genießen. Zunächst ging es nach Chinatown, wo ich schon lange nicht mehr gewesen bin. Dort war gestern ja das Chinesische Neujahr und eigentlich sollte das ja noch die ganze Woche lang stattfinden, aber davon haben wir leider nicht viel gesehen oder mitbekommen.

In dem nächstbesten Lebensmittelladen hat sich dann jeder von uns eine Packung Glückkekse für nur schlappe 99 Cents gekauft (Irgendwas typisch Chinesisches mussten wir ja machen, wenn wir schon keine Drachen auf der Straße sehen konnten). Ich hoffe mal nicht, dass alles was in diesen Keksen steht war wird, denn ansonsten werde ich eine, sagen wir mal „interessante“ Zukunft verleben.

Zum Downtown-Abschied sind wir dann noch einmal alle Straßen entlang gelaufen und in einige Souvenirläden getrottet.  Wie immer ging es erneut zu Serious Coffee (mag langweilig klingen immer wieder dort hinzugehen, aber es ist halt gemütlich und lustig in dem Cafe) und wir haben es geschafft uns mehrere Stunden dort aufzuhalten. Nachher sind wir noch in die Mayfair gefahren und auch hier habe ich meine traurigen letzten Runden gedreht und habe noch einmal überall vorbeigeschaut.

Irgendwann wieder zu Hause war ich richtig müde und geschafft und genau dann hat Lauren natürlich gefragt, ob ich mit ihr zu Sarah gehen möchte. Noch mal zur Wiederholung: Sarah war Laurens Freundin, die in dem „Mittelalter-Haus“ ohne Klospülung lebt. Unser Abendessen haben wir im Deep Cove Store gekauft, wobei ich ein ekliges Truthahn-Sandwich bestellt hatte und Lauren sich einen richtig leckeren Breakfast-Bagel gekauft hatte. Ich wollte mein Essen schon gar nicht mehr mampfen nachdem ich ihren Königsschmaus gesehen hatte.

Vom Store aus sind wir dann zu Sarahs Haus gelaufen und mit Personen hatten wir genau ein Fahrrad zur Verfügung. Damit so viele Leute wie möglich mitfahren können, saß einer auf dem Lenker, ein anderer wiederum stand auf den Pedalen und ist gefahren und der Faulste saß auf dem Sattel. Hierbei musste einer natürlich immer nebenher joggen und als Olivia der Fahrer war, war ich auch freiwillig diese joggende Person, denn ich traue Olivias Fahrkünsten nicht ganz. In Sarahs Haus haben wir dann nur ein bisschen herum gegammelt und habe versucht nicht zu viel Flüssigkeit zu mir zu nehmen, weil ich auf keinen Fall die Toilette in dem Hause benutzen wollte, was ich dann gottseidank auch nicht musste. Schon gegen 10 Uhr wurden wir dann abgeholt (noch rechtzeitig bevor meine Blase geplatzt ist&hellip.

29.1.09 09:13


26. Januar / Spanisch Abschlussarbeit

Für den heutigen Tag war zunächst nicht so besonders viel geplant und eigentlich wollte ich erst mal Ausschlafen bevor ich dann gegen 1 Uhr in die Schule fahren musste, um meine „Final-Exam“ zu schreiben. Mein Plan mit dem Ausschlafen konnte ich allerdings nicht ausleben, denn Lauren musste um 9 Uhr in der Schule sein und wollte mit dem normalen Schulbus fahren. Wie immer war das Erste, was sie an diesem Morgen gemacht hat, das Radio auf volle Lautstärke aufzudrehen. Nachdem mein Schlaf auf diese Weis unterbrochen wurde, lag ich noch etwas länger in typischer Morgenmuffel-Stimmung im Bett und habe versucht so noch an etwas Energie zu kommen. Irgendwann habe ich noch gefrühstückt und hierbei habe ich mich mit einem „Englisch Muffin“ (kein Muffin-Muffin,; einen Englisch Muffin kann man sogar toasten) mit Käse und Omelette drauf zufrieden gegeben.

Kurz vor 1 Uhr bin ich schließlich mit dem Citybus in der Schule angelangt. Wir hatten 2 Stunden Zeit, um die Arbeit zu schreiben, aber von diesen habe ich nur ungefähr eine Stunde benötigt. Dazu muss man aber auch sagen. dass ich diese Prüfung nicht wirklich ernst genommen habe, da ich sie nie wieder in meinem Leben wiedersehen werde und meine „tolle“ Lehrerin ja gar kein Spanisch sprechen kann. Ich habe die Aufgaben nicht einmal mehr noch mal durchgeguckt nachdem ich fertig war, was ja eigentlich nicht sehr war, aber ich wollte einfach nur mit dieser Klasse abschließen und meinen letzten Gang durch die Schule genießen. Auch bei Mr. Tudela  bin ich noch einmal vorbei gegangen, denn ich wollte mich ja schließlich von ihm verabreden. Ihn werde ich als Lehrer vermissen, da er einem immer geholfen hat und außerdem auch sehr nett und lustig war. Es war im Allgemeinen schon ein richtig komisches Gefühl durch die Schule zu gehen und definitiv zu wissen, dass man in nächster Zeit nie wieder hier sein wird. Die kleine Schule mit der Cafeteria ist schon ein Unterschied zu meiner Schule in Deutschland, die sich auf mehreren Etagen verteilt. Die Highschool hier ist nämlich einfach nur flach und hat nicht einmal einen Keller oder eine andere Etage, ein weiterer Unterschied wären zum Beispiel auch die nicht existierenden Fenster in jedem Raum. Um ehrlich zu sein ist der Biologieraum der einzige Raum in dem ich Fenster entdeckt habe. Wie dem auch sei, war zum letzten Mal in der Schule eine Seite von mir war auch froh darüber, denn gelernt habe ich hier wirklich nicht viel. Nach der Schule bin ich dann noch mit Lea kurz nach Sidney gefahren und wir saßen noch für kurze Zeit in unserem Serious Coffee Stammcafe, um das Ende des blöden und langweiligen Spanischunterrichts zu feiern.

Später zu Hause gab es leckere Lasagne zu essen und ich habe diesmal richtig viel gefuttert im Gegensatz zu sonst, da ich das Essen heute richtig mochte. Nach dem Essen habe ich noch lange mit Lauren in ihrem Zimmer gequasselt, bevor die Gute dann ins Bett gehen mussten, denn sie muss morgen noch für weitere Prüfungen in die Schule.

28.1.09 07:58


25. Januar / Eislaufen und chillen

Aufzuwachen war heute erneut seltsam, denn dieses Mal standen die zwei schon komplett fertig gepackten Koffer neben mir und ich war auch zunächst ganz allein im Haus. Ich habe mich umgesehen und realisiert, dass der heutige Tag mein letzter Sonntag hier in Kanada ist, also im Prinzip der letzte Tag, der etwas mit Wochenende zu tun hat. Mein morgen war also schon leicht deprimierend aus diesem Grund. Nächster Schritt war dann in Richtung Kühlschrank und als ich dann nichts wirklich Leckeres finden konnte, wie so häufiger, habe ich mir schon beim Essen vorgestellt endlich wieder deutsches, hartes Brot zu essen. Dies ist tatsächlich eines der Nahrungsmittel, die man am meisten vermisst. Nach meinem komischen Chemie-Jogurt und Mandelmüsli Frühstück bin ich dann noch ein bisschen im Wohnzimmer herumgehangen.

Mittags bin ich dann mit Lea zum Kindereislaufen gegangen, was wahrscheinlich mein letztes Mal Eislaufen in Kanada war. Es war ganz lustig, obwohl es natürlich nur für kleine Kinder gedacht und deshalb viele Kinder von 3-8 dort waren. Ich habe es genossen das letzte Mal auf dem Eis zu sein und irgendwie gehört das Eislaufen ja auch irgendwie zu Kanada, denn schließlich bin ich im Land des Eishockey und Lacrosse gelandet, wobei in der Gegend wo ich lebe, das Eishockey die große Rolle spielt. Schön finde ich dabei das Gefühl einfach nur über dem glatten Eis zu gleiten, denn es ist schon fast so wie fliegen.

Nach unserer kleinen sportlichen Aktivität bin ich noch mit zu Lea nach Hause gegangen und wir haben unter anderem Wii gespielt. Bei dem Tennisspiel war ich richtig stolz auf mich, denn es war das erste Mal das ich überhaupt in der Lage dazu war einen Ball zu treffen. Ich habe sogar ein längeres Hin und Her spiel gemeistert und zu meinem Erstaunen ein paar Punkte ergattern können. Selbstverständlich ist ein virtuelles Simulationsspiel. Aber dennoch war es schön einmal im Leben immerhin irgendeine Art von Tennis spielen zu können. Abgesehen von Wii spielen haben wir uns noch einen leckeren heißen Kakao gemacht und ansonsten einfach nu gechillt und geredet.

Auf meinem späteren nach Hause Weg wusste ich dann gar nicht mehr welche der beiden Bushaltestellen die richtige war und wie es dann kommen musste, habe ich mich natürlich genau an die falsche Seite gestellt. Als der Bus dann kam und das genau von der anderen Seite bin ich dem Bus noch hoffnungsvoll hinterher gelaufen und es hat sogar etwas gebracht, denn der Busfahrer hat extra für mich angehalten. Er hat mich dann leider komisch angestarrt und gefragt ob ich denn lebendmüde sei, aber ich durfte einsteigen.

Später zu Hause war dann wieder die normale Routine angesagt, abgesehen davon, dass das Abendessen für kanadische Verhältnisse sehr spät war. Wir haben erst um 7 Uhr gegessen und eigentlich ist das ja schon fast Schlafenszeit (nicht für mich, aber meine Gasteltern gehen dann schon immer in die Heia).

Ich habe heute Abend noch ein paar Filme im Fernsehen gesehen, dann schließlich musste ich am nächsten morgen erst um 1 Uhr mittags in der Schule sein, um eine Abschlussprüfung in Spanisch zu schreiben.

27.1.09 09:56


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